Ausgeschaltet! Ein Tag ohne mein Handy…

P1030805.JPGIm Rahmen des Projektes „Ausgewachsen. Wie viel ist genug?“ der KLJB Bayern fand am 9. Juli der Aktionstag „Ausgeschaltet!“ statt. Dabei ging es darum zu hinterfragen: Wie viel ist genug für meine Zufriedenheit? Was geschieht, wenn ich einfach mal einen Tag ohne sonst „unverzichtbare“ technische Geräte lebe?

Ein Erfahrungsbericht von Bene Brandstetter (KLJB-Diözesanvorsitzender Passau), wie es sich etwa einen Tag ohne Handy leben lässt!

Ich persönlich erlebte an diesem Tag eine nicht so ganz normale Anreise zum internationalen Arbeitskreis (AKIS) der KLJB Bayern. Ohne mein Handy und den damit verbunden Möglichkeiten den schnellsten und einfachsten Weg zu einem fremden Haus in Nürnberg zu finden, muss vorher schon gut vorbereitet und geplant sein. So machte ich mich Samstagmittag auf den Weg von Regensburg mit dem Zug nach Nürnberg, weiter mit der U-Bahn und einem kleinen Fußmarsch zu der Klausur im Otto-Felix-Kanitz-Haus. Trotz guter Planung können immer noch Probleme auftreten, beispielsweise das bloße Vergessen der Hausnummer. Aber kurz den netten Nachbarn von nebenan gefragt und schon findet man die richtige Unterkunft.

 

Da wir unseren Tagesablauf ganz im Sinne des Aktionstages gestaltet hatten, ging es nicht wie gewohnt weiter mit Arbeiten an einem Thema oder ans Entwerfen von neuen Ideen, sondern zum Meditieren auf die Wöhrder Wiese, um dort den inneren Frieden durch die Meditation zu finden.

Man muss an dieser Stelle gestehen, dass der Erfolg bei den meisten nur bedingt vorhanden war, jedoch konnte man während der zwei mal zwanzig Minuten im Schweigen, die Geräusche der Umgebung und die Gespräche, der rund um unsere Gruppe sitzenden Menschen, wahrnehmen und aufsaugen.

Ein Moment, welchen wir mit unseren alltäglichen Kommunikationsmittel nicht so genießen könnten, da jeder meistens bei Langweile das Handy zur Hand nimmt.

Nach der Meditation ging es weiter zur Strandbar mitten in Nürnberg. Nach langem und ausgiebigem Ratschen mussten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Haus machen, denn wie wir vermuteten, wartete Andi schon eine Weile vor verschlossen Türen und konnte uns aufgrund der fehlenden Benutzung von Handys nicht erreichen.

Den restlichen Tagesverlauf gestaltetet wir mit einer kleiner Schokoladenmeditation (viel besser und schmackhafter als die am Nachmittag) und einem kleinen, aber langen Spieleabend, bevor dann doch noch jeder kurz vor dem Schlafen, das Handy und die eingegangen Nachrichten checkte.

 

Fazit:

Auf „unverzichtbare“ technische Geräte zu verzichten ist zum Teil nicht so ganz einfach, da wir Menschen zur Bequemlichkeit neigen und unsere Handys gern immer und überall benutzen. Dabei fällt uns aber nie auf, was wir dadurch rund um uns verpassen und welche Dinge wir in unserer Umgebung durch das abgelenkt sein, nicht wahrnehmen. Es tut gut, soweit es möglich ist in unserem Alltag, auf das „über alles geliebte“ Handy zu verzichten, jedoch sollten wir es bei Bedarf auch sinnvoll benutzen.

 

Benedikt Brandstetter, KLJB Passau und Mitglied im AKIS

 

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